Erster OpenLabDay erfolgreich durchgeführt!

Am 16.05. wurde der erste OpenLabDay am Fraunhofer IPA in Stuttgart durchgeführt. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Martin Hägele, dem Bereichsleiter Intelligente Automatisierung und Reinheitstechnik am Fraunhofer IPA in Stuttgart, gefolgt von einem kurzen Grußwort des Fördeträgers, dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg.

Die Vortragsreihe des OpenLabDays wurde mit einer Vorstellung der Projekte Rooboshield und CyberProtect durch die Projektpartner eröffnet, in deren Rahmen aktuelle Arbeiten und Ziele herausgestellt wurden. Im Anschluss wurde die Wichtigkeit von Sicherheit im Umfeld von Industrie 4.0 durch einen Gastvortrag des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik hervorgehoben, indem aktuelle reale Bedrohungen für die Industrie 4.0 beleuchtet wurden. In einem weiteren Vortrag wurde durch das Fraunhofer IPA das Werkzeug CARA vorgestellt, welches es ermöglicht, die zeitaufwendige Risikobeurteilung im industriellen Kontext teilweise zu automatisieren. Abgeschlossen wurde die Vortragsreihe durch einem Beitrag zu den Quick-Checks, in deren Rahmen sich Unternehmen bei sicherheitrelevanten Problemen und Anwendungsfällen durch die Projektpartner unterstützen lassen können. Besondere Einblicke in den Quick-Check-Prozess un dessen Vorteile bot die Firma Fa. Essert GmbH, die über ihre Erfahrungen im Rahmen eines ersten Quick-Check berichtete und auch an einem weiteren Quick-Check teilnehmen möchte.

Höhepunkt der Veranstaltung war eine Laborbesichtigung am Fraunhofer IPA, bei der diverse Demonstratoren und Test-Beds vorgestellt wurden, welche im Rahmen der Projekte entstanden sind. Die zwei im Rahmen des Projekts RoboShield präsentierten Demonstratoren werden im Folgenden vorgestellt:

 

KIT-Demonstrator

Durch das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) wurde im Rahmen des RoboShield-Projekts eine "Pick-and-Place"-Anwendung ohne Schutzzaun unter Einsatz von maschinellem Lernen konzipiert. Eine künstliche Intelligenz (KI) bestimmt auf Basis von Kameradaten Punkte, an denen ungeordnete Objekte in einem der blauen Behälter gegriffen werden können. Der Roboter greift anschließend das entsprechende Objekt und legt es in einem anderen Behälter wieder ab. Um die Sicherheit von Menschen ohne einen Schutzzaun zu gewährleisten wird ein Sensor eingesetzt, um Annäherungen an den Roboter zu detektieren. Betritt man die gelb markierte Zone, werden Bewegungen des Roboters verlangsamt, während ein Eindringen in die rot markierte Zone einen Stop des Roboters auslöst. So lässt sich KI auch ohne Schutzzaun sicher einsetzen.

 

IPA-Demonstrator

Durch das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) wurde ein Demonstrator bestehend aus einem stationären Roboter, einer stationären automatisierten Bohrmaschine und einem mobilen Roboter beigesteuert. Ähnlich zum KIT-Demonstrator sollen Sensoren detektieren, falls der Sicherheitsbereich um eine der Maschinen verletzt wird, sodass die Maschine dann anhält. Der Fokus im Rahmen dieses Aufbaus liegt jedoch auf der Kommunikation des mobilen Roboters mit dem stationären Roboter. Durch zusammenführen der Sensordaten beider Roboter können auch die Schutzzonen zusammengeführt werden; ein Eindringen des mobilen Roboters in die Schutzzone des stationären Roboters löst dann keinen Stopp mehr aus, es entsteht eine vereinte Schutzzone. Redundanz von Kommunikationskanälen und Lokalisierungsverfahren sorgt für erhöhte Sicherheit.

Zurück