OpenLabDay 2 - Themen und Eindrücke

Am 14.11.2019 fand der zweite OpenLabDay von RoboShield und CyberProtect am Forschungszentrum Informatik (FZI) in Karlsruhe statt. Die Besucher wurden dabei von Vertretern des Forschungszentrums Informatik, des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), des Fraunhofer IPA und des Fraunhofer IOSB durch ein Programm von spannenden Präsentationen und Demonstrationen rund um die Themen Safety, Security und Privacy geführt.

Den Auftakt der Veranstaltung bildete ein Block aus 3 Vorträgen, eingeleitet von Arne Rönnau (FZI) mit einem Vortrag zu den „Chancen und Risiken der KI in der Produktion“. Dabei wurde das Potential von KI für gängige Aufgaben in der Produktion, wie z.B. Objektidentifikation und Prozessüberwachung, hervorgehoben und den Risiken wie Adversarial Inputs, welche falsche Entscheidungen der KI verursachen können, oder Privacy-Problemen bei großen Datensätzen gegenübergestellt. Abgerundet wurde der Vortrag durch mögliche Lösungen, wie z.B. den Einsatz simulationsbasierter Validierung, die durch das FZI im Rahmen von CyberProtect entwickelt werden.

Im Anschluss folgte ein Gastbeitrag von Dr. Lambis Tassakos, der mit seiner Firma New Dexterity eine Roboterhand entwickelt, die sowohl für den Einsatz in der Servicerobotik als auch in der Industrierobotik geeignet sein soll. Das breite angestrebte Einsatzgebiet sowie die Verwendung von KI und IoT-Techniken führt jedoch zu einer Reihe von Problemstellungen bezüglich der Themen Safety, Security und Privacy, auf die er im Rahmen seines Vortrags weiter einging. Abschließend kristallisierte sich die grundsätzliche Problemstellung heraus, dass funktional notwendige Komponenten oftmals im Konflikt mit Safety oder Privacy stehen (beispielsweise Privacy vs. Kameraeinsatz), was die Notwendigkeit der beiden Projekte RoboShield und CyberProtect zur Lösung dieser Problematik unterstreicht.

Den Abschluss der Vortragsrunde bildete Tobias Müller vom Kompetenzzentrum IT-Sicherheit, der über das Projekt Cyberwehr, an dem auch das FZI beteiligt ist, berichtete. Dieses soll im Fall von Cyberangriffen als Alternative zu Cyber Emergency Response Teams (CERTs) für kleine und mittlere Unternehmen dienen und einen beschränkten Teil der Aufgaben von CERTs übernehmen, wie z.B. das Bereitstellen einer Notfallhotline und die Unterstützung bei der Schadensbegrenzung. Cyberwehr soll ab dem 01.01.2020 flächendeckend in Baden-Württemberg verfügbar werden.

Nach den Vorträgen bestand die Möglichkeit, Vorführungen mit Demonstratoren und Testbeds zu besuchen, die im Rahmen von RoboShield und CyberProtect entstanden sind. Ziel dieser Vorführungen war es, den teilnehmenden Unternehmensvertretern Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie ihre Produktion sicherer gestalten, gängige Sicherheitsprobleme lösen und Sicherheit im Unternehmen überprüfen können, und so einen Wissenstransfer in die Industrie zu erreichen.

 

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